Das lebendige Grubenmuseum

Das Grubenmuseum in Litlabø ist zur Erinnerung an die Arbeit mit der Förderung von Schwefelkies und an das soziale Leben rund um die Gruben gegründet worden. Schwefelkies wurde von 1865 bis 1968 gewonnen. Dann wurde der Betrieb wegen schwieriger Absatzmärkte eingestellt. Immer noch gibt es im Gebirge bei den Gruben viel Schwefelerz.

Litlabø, bzw. «Gruo» (die Grube), wie die örtliche Bevölkerung noch sagt, bietet dem Besucher interessante Kenntnisse in Bezug auf Geologie, Hausbau, Technik und soziales Leben.

Die ersten Anfänge eines Grubenmuseums in Litlabø findet man in der alten Schmiede (smio) vor den Grubeneingängen. Dieses Museum wurde am 29.Mai 1984 eröffnet und beinhaltet viele Fotos und Gegenstände aus der Betriebszeit der Gruben. Im Museum gibt es auch interessante Landschaftsmodelle von dem Grubengebiet in Litlabø sowie vom Verschiffungskai in Grunnavågneset.

In dem einladenden Park zwischen den Grubenzugängen und dem ehrwürdigen Bürogebäude von 1910 steht die restaurierte Arbeiterwohnung mit Inneneinrichtung, die aus den alten Arbeiterwohnungen in der Umgebung zusammengetragen worden ist. Da bekommt der Besucher einen guten Eindruck, wie sich in den 1950er Jahren das Leben für alt und jung, Mann und Frau gestaltete. Das Museum in der Schmiede und die Arbeiterwohnung gehören dem Sunnhordland Museum (Link), das in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis der Gruben den Besuchern Führungen durch das Grubengebiet anbietet.

Durch freiwillige Arbeit in der Freizeit ist es dem Freundeskreis der Gruben gelungen, den Besuchern noch mehr interessante Erlebnisse anzubieten. Auf der Spurweite 600 mm befördert der Grubenzug mit der restaurierten Lokomotive «Geito» (Geiß) die Besucher über ein 250 Meter langes Gleis vor die Gruben und ein Stück in den Berg hinein. Kommen Sie mit auf eine spannende Wanderung in den engen Grubengängen im Inneren des Berges, wo Sie Vorträge und Geschichten über Arbeitsmethoden und den Alltag des Grubenarbeiters hören.

Die Eisenbahn ist das lebendige Bindeglied zwischen den noch bestehenden alten Gebäuden im Grubengebiet.

Das Maschinenhaus, wo sich seinerzeit die Maschinerie für den Grubenaufzug befand, ist in eine Ausstellungs- und Versammlungshalle umgewandelt worden. Hier steht die ursprüngliche technische Einrichtung aus dem Wasserkraftwerk Børtveit, einer vollständigen Stromerzeugungsanlage von 1921 mit Turbine, Generator, Regulator und Kontrolltafeln. Das Kraftwerk wurde von der Grubengesellschaft (A/S Stordø Kisgruber) gebaut, und solange die Gesellschaft existierte, war diese der Besitzer des Kraftwerks.

Der Förderturm wird zurzeit renoviert. Das Ziel ist, den Turm zugänglich zu machen, so dass die Besucher den weiten Ausblick erleben können.

Nach vorheriger Absprache bietet der Freundeskreis der Gruben Besichtigungen für Gruppen an. Mehr Informationen finden Sie auf unseren Internetseiten.

Der Freundeskreis der Gruben bietet Erlebnistage an. Was vorgestellt wird, sind die Anlagen im Freien vor der Grube, das Maschinenhaus, die Grubengänge sowie Fahrten mit der Grubenbahn. Gruppen sollten sich voranmelden. Für Gruppenbesuche ist donnerstags geeignet. Mehr Informationen gibt es auf diesen Seiten.

Bei Veranstaltungen rufen Sie : e-mail: stiger@gruo.no

Montags ab 18.00 Uhr werden bei und in den Gruben Arbeitseinsätze geleistet.