Die Grubenbahn

Die Eisenbahn wird ein wichtiger Teil eines lebendigen und interessanten Grubenmuseums werden. Die Bahnanlage wird bestimmt den Tourismus fördern. Die kleinen Züge, die seinerzeit in den Gruben und auf der Bahn zwischen dem Aufbereitungswerk und dem Verschiffungskai verkehrten, bleiben bei vielen älteren Inselbewohnern in bester Erinnerung. Gleichzeitig stellt der Bahnbetrieb einen bedeutenden Teil der technischen Industriegeschichte dar.

Die Spurweite der Bahn beträgt 600 mm, und so war auch die Spurweite bei den Stordø Kiesgruben. Zuerst hat der Freundeskreis der Gruben eine Bahn von dort gebaut, wo das alte Bad war, bis zur Stollenöffnung hinter der Tischlerwerkstatt. Das sind 250 Meter, dazu kommen Nebengleise zur Lokomotiv- und Wagenhalle. Noch hundert Meter in einem der Stollen können befahren werden und 50 Meter im Stollen beim Förderturm. Nachträglich wird eine Bahn zwischen dem Transformator am Storavatnet und den Grubenöffnungen gebaut, eine Strecke von 600 Metern.

Die Eisenbahn wird auf eine natürliche Weise die alten Häuser an den Grubeneingängen verbinden. Jedes dieser Häuser hat seine eigene Geschichte aus der Zeit zu erzählen, als die Gruben noch im Betrieb waren. Es handelt sich dabei um: Das Maschinenhaus, das Steigerbüro, den Förderturm mit dem Steinbrecher, die Schmiede und die Tischlerwerkstatt. Die zukünftige Bahnstrecke wird die Stelle, wo das Aufbedreitungswerk stand, den Coop-Laden, das Bürohaus und den Grubenpark mit dem übrigen Museum verbinden.

Bisher hat der Freundeskreis durch Arbeitseinsätze zwei Wagen für den Personenverkehr gebaut. Gleichfalls durch Arbeitseinsätze sind die Bahntrassen freigelegt und eingeschottert worden. Schwellen und Schienen sind verlegt. Der Freundeskreis hat Schienen von Nittedal Torfindustrie in Solør (Nordöstlich von Oslo) und von Os Kommune (Südlich von Bergen) geschenkt bekommen. Die Schwellen hat Litlabø Sägewerk geliefert.

Unsere Lokomotiven:

Name Hersteller Baunummer/Jahr Typ Gewicht Zustand
Geito
(Geiß)
O&K Montania ?/1940 Diesel MD2 4 t Im Betrieb
Blåmann(Blaumann) Levahn 476/1972 Diesel – hydrostatisch 3,5 t Im Betrieb
Bukken (Bock) Levahn 160/1953 Diesel – «6TD» 6 t Nicht im Betrieb.
Oksen (Ochse) Levahn 179/1955 Diesel – «8TD» 8 t Nicht im Betrieb.

«Geito» (Geiß) ist aus Wrack wieder hergerichtet worden. Das ist eine eindrucksvolle Leistung von Matthias Richter und der Feldbahnschauanlage Glossen in Sachsen/Deutschland. Die Lok gleicht der alten Lok ”Geiß” wie ein Ei dem anderen. Die „Geis“ verkehrte in den 1940er und 1950er Jahren in Litlabø. Die „Bock“ ist ein Geschenk von dem regionalen Stromanbieter (SKL). Die Lok wurde beim Bau eines Kraftwerkstunnels beim Folgefonn Gletscher verwendet. Zwei ähnliche Loks wurden bei den Gruben für Rangierzwecke benutzt. „Blåmann=Blaumann“ ist ein Geschenk von der Betonfabrik „Spenncon Nordvest“ in Hjørungavåg (südlich von Ålesund) Die“Ochse“ hat uns freundlicherweise die Feld- und Touristikbahn Lommedalsbanen (bei Oslo) überlassen. Die Lok stammt ursprünglich von dem Schmelzwerk in Odda. (Hardanger).